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Rückblick:

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Die Mannschaften 4./PzGrenBtl 33 und 2./PzGrenBtl 122 im Ziel.

PrätorianerDer Prätorianer des Jägermarsch Weitnau 2017 gebührt der Mannschaft der

4./Panzergrenadierbataillon 33, Neustadt a. R. Mannschaftsführer - OFw Herlitze, aufgrund hervorragender Leistung und kolossal bester Zeit.

Den zweiten Platz, ebenfalls mit hervorragender Marschleistung belegte die

2./Panzergrenadierbataillon 122, Oberviechtach
Mannschaftsführer - Hptm Strüdinger, Kompaniechef

Die Trophäe und die je Teilnehmer zustehenden Schwerter wurden am 22.10.17 mit Urkunde übergeben.

Die Zeiten dieser Mannschaften sprechen für sich.

 

 

 

 

1. Tag: (Beinhaltet die Stationen Überwinden von Gewässer mit Zeltbahnpaket, Strecke MKZ und Abseilen)

4./PzGrenBtl 33:   10 Std 21 Min

2./PzGrenBtl 122: 10 Std 23 Min

2.Tag: Nur Marschleistung, keine Stationen, aber beschissenstes Wetter ab Marschbeginn bis zum Ende!

4./PzGrenBtl 33: 7 Std 54 Min ! ( Unglaubliche Zeit! Durchgekeult im Jägermarsch ohne Pause!)

2./PzGrenBtl 122: 9 Std 22 Min ! (Unter 9:30 Stunden ist die Strecke hier im Tal vorher noch keiner mit solchem Gepäck gelaufen!)

Gesamtzeiten:

4./PzGrenBtl 33:   18 Std 15 Min

2./PzGrenBtl 122: 19 Std 45 Min

Besonders erwähnenswert erscheint mir noch Folgendes. Obwohl mindestens 10 Kg Gepäck/ Mann und von Beginn des Marsches am 2.Tag  an mit Regen, Graupel und Schnee bis auf die Knochen durchnässt bei 3 bis 6 Grad je nach Höhe, beständig ausgekühlt durch anhaltenden, schneidenden Westwind der stärke 2-3, absolvierten beide Mannschaften die letzten 300 Meter zum Ziel im Laufschritt. Hut ab!

Solange solche Grenadiere bzw. Prätorianer in der BW dienen, betrachte ich (und nun auch viele Weitnauer) Diskussionen von Autoren und Journalisten über die Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft dieser/unserer Soldaten im allgemeinen als gegenstandsloses Geschwätz und falsches Pauschalurteil in den Medien.

Nachtrag zur pauschalen Beantwortung häufiger Anfragen:

a) Es handelte sich bei beiden Gruppen nicht um "besonders sportliche Einheiten zu Präsentationszwecken", wie bspw. Sportgruppen, Biathlon- oder Ski-Züge.

b) Die Gepäcke der Teilnehmer wurden am ersten Tag nicht gewogen, weil mit geübten Auge und per Grifftest festzustellen war, dass alle Teilnehmer ihre Gewichtsklasse erfüllten. Am zweiten Tage wurde morgens aus formellen Gründen gewogen. Die Gewichte der Soldaten lagen dabei im Schnitt bei 14-15 kg, die der Einzelmarschierer in der Militärdisziplin bei 10,5 bis knapp 13kg.

c) Die Militärdisziplin beim Jägermarsch Weitnau ist nicht nur der Bundeswehr vorbehalten. Alle Organisationen der deutschen Exekutive, wie Polizei, Zoll, sowie Feuerwehren, THW, Behörden und auch Vereine und Reservistenkameradschaften können sich mit Mannschaften beteiligen. Selbstredend ebenfalls Armeen und entsprechende Behörden/ Organisationen unserer Nachbarländer sowie auch Natotruppen. Darüber hinaus ist eine Teilnahme als Einzelmaschierer jür Jederman möglich, der volljährig ist und über entsprechende Kenntnisse verfügt. 


Zeitungsartikel Allgäuer Zeitung vom 23.10.2017

Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.


            Jägermarsch Weitnau 2018

                                         am 20. und 21. Oktober 2018

 

Vorbereitung, Kenntnisse und Ausrüstung für Teilnehmer/innen Goldmedaille mit Schwertern zweimal rund 50 km Militärdisziplin

Die Marschleistung von zweimal rund 50 km mit Gepäck im durchschnittenen Gelände, innerhalb von zwei Tagen ( faktisch lediglich rund 32-34 Stunden), erfordert überdurchschnittliche Kenntnisse und körperliche Fähigkeiten. Die Militärdisziplin des Jägermarsches Weitnau ist angelehnt an die Leistungsbedingungen von Einzelkämpfern der Bundeswehr.

Ausrüstung beim Marsch:

  • Im Rucksack dabei kleiner Verbandskasten (Motorradverbandskasten).
  • Marschkompass mit 64 Strich oder 360 ° Scheibe. Von Teilnehmern an der Militärdisziplin kann gefordert werden, dass Marschstrecken nach Marschzahl und/oder Skizze absolviert werden.
  • Gefestigte Kenntnisse im Orientieren werden vorausgesetzt. Ebenso die Kenntnis der persönlichen Schrittzahl auf 100 Meter.

Ausrüstung Überwinden von Gewässer:

  • Robuster Rucksack und wasserdichte Zeltplane oder ähnliches zur Anfertigung eines Zeltbahnpaketes. Säcke irgendwelcher Art, als Ersatz für ein fachgerecht angefertigtes Zeltbahnpaket sind nicht zulässig und führen zu Rückstufung in die Klasse Wanderer.
  • Das Mitführen von Badehose und Sportschuhen zum Durchschreiten / Durchschwimmen des Gewässers wird empfohlen.
  • Ersatzbekleidung sollte wasserdicht verpackt sein.

Ausrüstung Abseilstation:

  • Falls vorhanden, Steinschlaghelm oder Stahlhelm (ansonsten von Veranstalter gestellt).
  • Zwei Karabinerhacken (1 HMS, 1 normal) und ein paar Handschuhe.
  • Zweimal 2,5 Meter Reep Schnur mindestens 6 mm (Sitzschlinge Karabinersitz und Eigensicherung).
  • Bekleidung, beliebig bzw. freigestellt. Uniform BW/Polizei/Zoll/ Feuerwehr/THW/Nato-Truppen etc. jedoch erwünscht. Festes Schuhwerk wird empfohlen.

Vorbereitung der Teilnehmer Militärdisziplin:

Zur Bewältigung der Marschleistung und zusätzlicher Anforderungen wird ein überdurchschnittlich hoher körperlicher Vorbereitungsstand empfohlen.

An Pflichtstationen der Militärdisziplin wird an den Marschtagen keine Ausbildung stattfinden. Von Teilnehmer/innen wird erwartet, dass gefestigte Fähigkeiten im Umgang mit Seil und Haken, sowie im Abseilen mittels Karabinersitz oder Dülfersitz vorhanden sind.

Ebenfalls wird an der Station "Überwinden von Gewässern" erwartet und vorausgesetzt, dass gefestigte Fähigkeiten im Schwimmen ca. 100 Meter in langsam fließenden Gewässern bei Teilnehmer/innen vorhanden sind. Darüber hinaus sind gefestigte Fähigkeiten in der Nutzung und Handhabung von einfachen oder/und doppelten Seilstegen erforderlich.

Zum Durchschreiten/Durschwimmen des Wasserhindernisses dürfen keine wärmeisolierenden Anzüge genutzt werden.

Wie und auf welche Weise Gewässer überschritten werden entscheidet sich während des Marsches je nach Wasserstand und Fließgeschwindigkeit.